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lehren und lernen... ...sind im Deutschen zwei verschiedene Wörter für ein und denselben Prozess. Sie spiegeln ihn nur aus zwei unterschiedlichen Perspektiven. Daraus abzuleiten, es handele sich um zwei grundverschiedene (ja - einander ausschließende) Tätigkeiten, halte ich für leichtfertig: so oft ich auch in die Situation kam zu lehren - ich habe noch immer daraus gelernt. Insbesondere in den Jahren zwischen 1992 und 2004 hatte ich zu lernen: da für mich eine künstlerische Arbeit kaum mehr möglich war, habe ich in gut dreitausend Seminarstunden vorn gestanden, ausgestattet mit Lehraufträgen für die Fachhochschule Merseburg und für ein privates leipziger Bildungsinstitut (meist Kreatives Schreiben, aber auch Regionale Kulturgeschichte, Fotografie, Improvisation oder Aktzeichnen). Musikunterricht (insbesondere Saxophon und Improvisation) kann man inzwischen bei mir auch haben (Buchungsanfragen am besten per e-mail). Dies hätte ich sicher nicht vermocht ohne all jene Menschen, die ich vorrangig als Lernender erlebte - als meine Lehrer:
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Zuerst (und das nicht nur zeitlich) waren das meine Eltern; mein Vater Kurt Völlger, der mir beizeiten (noch lange vor der Schulzeit) das Zeichnen eröffnete, später auch Druckgrafik und Typografie, meine Mutter Gertrud (Struck) Völlger, aus deren Hand ich die Faszination von Material, Figur und Raum kennen lernte (in etwas größerer Distanz, aber nicht weniger wichtig, die halleschen Bildhauer Heinz Beberniß und Gerhard Lichtenfeld). Für Sprache und Literatur waren das (jenseits dessen, was mir die Schule vermitteln konnte) die Germanisten Manfred Lemmer, Gotthard Lerchner und Dietrich Sommer.
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Dazu gehört selbstverständlich auch mein Freund (und Adoptivbruder im Geiste) Thomas Schinköth , dessen Gehörbildung mich sehr gefördert und gefordert hat. Der Unterricht bei Bernd Franke (Tonsatz, Komposition) brachte und bringt mich immer wieder an meine Grenzen. Und Thomas Gruß hilft mir seit Jahren - sehr praktisch und sehr direkt - das Saxophon als mein Instrument zu erobern. Was Theater sein kann, habe ich bei Horst Schönemann und Christoph Schroth erfahren; in den Probenprozessen der legendären halleschen Inszenierungen der frühen 70er Jahre habe ich immer wieder hospitieren dürfen: bei ihnen habe ich begriffen, was eine Probe ist.
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