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... hier in den Arkaden des Alten Rathauses, oder anderswo in der Innenstadt (wenn das Wetter es zulässt) allabendlich zwischen 21 und 22 Uhr:
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Straßenmusik
Noch ist nicht Abend (es ist
nachmittags) von allen Tagen. – Frisch
gebrühter Tee kreist langsam, und ein
müder letzter Spritzer Sahne wölkt
darin. – Ich mags,
dem Horizont beim Wechsel der
Kulissen (die Hände ruhn im Schoße)
zuzuschaun, zu fragen, ob da zwei drei
Fraun mich, wenn es wirklich finster
wird, vermissen.
Die Pendler jagen heimwärts,
überholen. Ich klaube mir die Münzen aus
dem Hut. Da bleibt nichts über (außer Übermut). Rings um den Kirchturm knarrt
der Schrei der Dohlen.
Noch immer spielt dort oben
mit dem Blau ein Licht, als ob das niemals
endet. Ich habs Alphabet verpfändet: späte Wörter klingen seltsam
ungenau.
Foto (links): crazy-photo@freenet.de
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Es gibt wohl keine andere Bühne, die dermaßen anspruchsvoll und schwierig wäre, deren Publikum zugleich so dankbar und so nahe, so unbarmherzig und authentisch sein kann; was schließlich im Hut sich findet, das ist wahrhaftig Hartes Geld.
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Foto (unten): Christoph Brüser
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