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...ein Leben ohne Musik
wäre ein Irrtum...


Friedrich Nietzsche







zu hören ist angels sing (feinkost-session vom 30.08.2007) - weitere kostproben finden sie auf den folgenden seiten klangschale, obertonsingen, tiefer graben!  oder feinkost

hier mit dem sopran (als ständiges mitglied der leipziger groove academy) bei einer der legendären feinkost-sessions zu leipzig
foto: crazy-photo@freenet.de

das feinkost-rezept: es wird weder mühsam gecovert noch gedrillt; kein main-stream und keine standards; freies improvisieren und die lust am gemeinsamen musizieren haben vorfahrt für alle beteiligten; tempo, rhythmus und selbst die tonarten finden sich intuitiv - musik im urzustand.
die bemerkenswerte session-serie war hervorgegangen aus einem percussion-work-shop, den benny (bernhard schwandt) seit mai 2007 regelmäßig donnerstags in leipzig veranstaltete, anfangs in lindenau, seit dem sommer 2007 auf dem feinkost-gelände. eine klassische 3-teilung ergab sich sehr bald: die erste stunde basis-unterricht (für einsteiger), eine zweite stunde konzentrierte ensemble-arbeit, die dann in eine offene gruppen-improvisation überging: hierzu fanden sich dann weitere instrumentalisten (gitarre, bass, keyboard etc.) - vergangenheit. - die geistlose "verkaufshaltung" der haltergenossenschaft orientiert sich lieber an flohmärkten auf ihrem gelände.

tiefer graben! ist das bis auf weiteres letzte meiner soloprogramme, dessen premiere (am 16. november 2007 im bitterfelder wasserzentrum) professionell mitgeschnitten wurde.

mit sich selbst mehrstimmig zu singen, gleichzeitig, real und das ohne jeden elektronischen trick, das ist vermutlich eines der letzten abenteuer des selbstmusizierens: obertonsingen. etwas, das längst verschollenen epochen zuzuordnen wäre - dem nomadentum, wenn nicht sogar der steinzeit.

klangschalen sind mode - sie eröffnen eine bizarre welt von wahrnehmungskonzepten zwischen video-tauglichem sprudeleffekt einerseits und esotherischem nebel anderseits bis hin zum privat zu liquidierenden therapeutikum. mir ging es darum, die in der schale schlummernden klänge aufzuspüren und deren soundpalette durch mancherlei gegenstände zu erweitern: stäbe aus bambus oder metall oder auch eine rahmentrommel lasse ich gezielt mit der schwingenden klangschale kollidieren.